Am Valentinstag, als Marco Pantanis tragische Berg-und-Talfahrt in Rimini zu Ende ging, machte Diego Armando Maradona, 43, nur 130 Kilometer entfernt im Kongresssaal des Hotels «Bologna» in Pieve di Cento im Karnevalskostüm für einen Sponsorensold den Narren. Ein geografischer Zufall, wie zuvor ihre einzige Begegnung im tropikalen Verdrängungsklima Havannas. Der Höllenreiter, der die Landkarte überflog, und der Zauberer, der mit der Weltkugel Ball spielte, beide auf der Flucht vor der Realität, vor sich selber, vor ihren Panikanfällen, vor den Dämonen, die ihnen den Traum raubten. Verbunden hat sie ihre Suchtkarriere.
Maradona, seit mehr als zwei Jahrzehnten auf Koks, findet Schutz ...