Thomas Mann war der Dichter der Vorsehung. Seine Romane und Erzählungen sind beziehungsreich gewobene Schicksalsgespinste. Die Dinge und Ereignisse stehen in einem Zusammenhang zueinander; nichts von Bedeutung geschieht, ohne sich nicht schon lange vorher angekündigt zu haben. Mit Recht fragt man sich da: Stimmt es wirklich, dass der jugendliche Thomas aus einer Illustrierten die Reproduktion eines Gemäldes mit dem Titel «Kinderkarneval» herauslöste, um es über seinem Schreibtisch zu befestigen, und dass das auf diesem Bild dargestellte, nunmehr zur herben Schönen herangewachsene Mädchen eineinhalb Jahrzehnte später Frau Mann werden sollte? So jedenfalls hat Thomas Mann die Geschic ...