Der SUV materialisiert eine Allmachtsfantasie. Wer einen SUV fährt, kommt überall hin – egal, wie dreckig, steil oder verwegen der Weg sein mag. Die ersten Geländewagen kommunizierten Abenteuerlust wie Landgängigkeit der Insassen. Heute ist der SUV meist Gefangener des Grossstadtdschungels. Seine Authentizität ist verlorengegangen. Die Bordsteinkante vor der Parfümerie ersetzt das Flussbett, die Pfützen zwischen den Kopfsteinpflastern bieten Ersatz für entgangene Schluchtenprüfungen. Kurzum: Den ordinären SUV umgibt etwas durchwegs Albernes.
Deswegen gibt es nun zwei Arten von SUVs: solche, die sich noch stolz und voller Pathos dem alten Mythos stellen, und solche, die längst d ...