Die nicht selten neidgeprägte Wahrnehmung Daniel Kehlmanns, der von seiner «Vermessung der Welt» inzwischen 1,5 Millionen Exemplare verkauft hat, hat auch damit zu tun, dass man ihn für zu geschickt hält. Der erste erfolgreiche Roman war 2003 «Ich und Kaminski», ein Spiel im Milieu des Kunst- und Medienbetriebs, der auf bös-unterhaltsame Weise seine Maske verliert. Keiner kommt gut weg. Weder Kritiker Zöllner, der mit einer Biografie über das vergessene und hoffentlich bald verstorbene blinde Maler-Genie Kaminski berühmt werden will, noch Kaminski, der nie richtig blind war und so durchtrieben ist wie sein Biograf.
Geschickt. Eine giftige Satire über das eigene Gewerbe wird gern ...