Mauern. Nebeln. Vertuschen. Wäre der Revisor Daniel Senn nicht über seine eigene Strafanzeige gestolpert, wüssten wir nichts von den Strafverfahren, die gegen ihn laufen. Eine behördliche Wagenburg sorgte dafür, dass kaum etwas nach aussen sickerte. Wenn je ein Revisor von öffentlichem Interesse war, dann der frühere KPMG-Mann Daniel Senn, der im Auftrag der Finma Oskar Holenwegers Tempus-Bank zwangsweise verschacherte und im Auftrag des Bankrates den Persilschein für Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand ausstellte.
Der erste Aufklärungsversuch geschah am 22. März 2012 an dieser Stelle mit der Kolumne «Seltsame Revision, seltsamer Revisor». Darin erhob ich den Vorwur ...