«Ein Mann ist doch etwas, das nie dann anruft, wenn es soll, das im Kino lacht, wenn wir weinen, und das sich regelmässig im Schritt kratzt», sagt Julia so barsch, dass Heidi und ich nicht zu widersprechen wagen, obwohl man über das Kratzen diskutieren könnte. Am Anfang schien ihr neuer Liebhaber so zu sein, wie man sich die Männer wünscht. Oder wie Julia sich die Männer wünscht: sensibel und gefühlvoll. Denn Heidi hatte schon zu Beginn gemeint: «Man möchte ihn sogar vor Raupen im Salat beschützen, so zart, wie das Bürschchen ist.» Julia trug ihr Näschen hoch, die Laune auch, denn sie wusste, dass Freundinnen auf Ungeziefer in fremdem Grünzeug hoffen, solange das eigene zu w ...