Von «Casting» sprach damals noch niemand. Aber das Prinzip war das gleiche und das Ziel auch: 1973 suchten das Schweizer Radio und das Schweizer Fernsehen einen Nachwuchs-Sportreporter. Sagenhafte 1600 Personen meldeten sich, 300 kamen in die engere Wahl. «Für die letzte Testrunde blieben 20 Bewerber übrig», erinnert sich Sepp Renggli, heute selber eine Legende des Sportjournalismus, zu dieser Zeit Studiodirektor in Zürich und Radio-Sportchef. «Mein Kollege Jean-Pierre Gerwig rief mich ins Aufnahmestudio 2. ‹Den musst du dir unbedingt anhören. Der ist sensationell.›»
Es fand gerade die Entdeckung des Bernard Thurnheer statt. «Der Junge war ein Urtalent. Er redete einfach gern ...