Sie trat als Letzte zur Wiederwahl an, als bereits klar war, dass die Grünen mit ihrem Angriff auf FDP-Bundesrat Ignazio Cassis gescheitert waren. Und dann das: Statt eines sehr guten Ergebnisses, wie man es erwartet hatte, holte Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) «nur» 169 Stimmen. Schlechter hatte bloss Aussenminister Cassis abgeschnitten. Das war nicht das Ergebnis, das sich die erfolgsverwöhnte St. Gallerin und ihre Entourage erträumt hatten. Zumal sie wenige Wochen zuvor von den Medien als eine der beliebtesten Bundesrätinnen geratet worden war. Noch schlimmer: Ihr Partei-und Kantonskollege Marcel Dobler bekam 21 Stimmen, eine zusätzliche Dem ...