Armer Teufel, er hat’s nicht leicht. Flurnamen wie «Tüfels Chile» (Kollbrunn) oder «Tüfels Chilchli» (Braunwald) verraten, dass er als gefallener Engel dem Himmel nachtrauert; er hat nach seiner Verstossung keine neuen Rituale kreiert, sondern jene kopiert, die er als hoher Funktionär Gottes kannte. Auch der «Tüfels Chäller» bei Baden passt zu dem Befund: Der feuchte Platz in coupiertem Waldgelände, den übernatürlich wuchernde, bis fünfzig Meter hohe Buchen, Eschen, Fichten umstehen, wirkt wie eine ins Dunkle gewendete Kultstätte. Eine sinistre Out- doorkirche mit gotischen Nagelfluhpfeilern.
Des Teufels Keller zu erreichen, legen wir am Bahnhof Baden los (Wanderwegweiser) ...