Schon dem Afrikareisenden Ernest Hemingway waren auf den Hochebenen des heutigen Kenia diese gazellenhaften jungen Kerle aufgefallen, die zum Laufen geboren schienen. Wie Kelvin Kiptum, der als barfüssiger Hirtenjunge die Herden seiner Familie hütete und, als ihn noch kaum jemand kannte, allen Gegnern davonlief und bereits im dritten Marathon den Weltrekord brach, im vergangenen Oktober in Chicago mit 2:00:35 Stunden. Innert weniger Minuten war das ausgeklügelte Rennschuhmodell Alphafly 3, das ihn beflügelte, ausverkauft bis ins Frühjahr. Kiptum war der grosse Favorit auf die olympische Goldmedaille in Paris. Aber sein leichtfüssiger Karrieretraum stoppte jäh auf einer unbeleuch ...