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Kessler gegen Kesselring
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Kessler gegen Kesselring

Es war der grösste Coup seiner Karriere: Hinter dem «Pferdequäler-Skandal» im Thurgau steht ein zwölfjähriger Feldzug des Aktivisten Erwin Kessler gegen die Bauernfamilie KesselringAls die Sache den Behörden über den Kopf wuchs, machten sie kurzen Prozess.
Plötzlich ging alles unheimlich schnell. Am 7. August, bloss vier Tage nach der ersten Blick-­Schlagzeile über die angebliche Tierquälerei, wurde der Hof in Hefenhofen polizeilich geräumt. Bauer Ulrich Kesselring kam vorüber­gehend in Polizeigewahrsam, 90 Pferde, 50 Rinder und Kühe, 100 Schweine, 12 Schafe, 4 Lamas, 3 Ziegen und 2 Hühner wurden behördlich beschlagnahmt. Viele Tiere landeten diskret auf der Schlachtbank, 80 Pferde wurden zehn Tage später weniger diskret zwangsversteigert. Einen derart spektakulären Tierschutzfall hat es in der Schweiz noch nie gegeben. Ob es auch der gravierendste Fall ist, wird man sehen. Die Thurgauer Regierung hat eine umfassende Untersu ...
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