Dreissig Jahre nach einem entsetzlichen Völkermord, dem binnen hundert Tagen rund 800.000 Menschen zum Opfer fielen, ist Ruanda zurück in den Schlagzeilen – allerdings aus einem ganz anderen Grund als damals. Ausgerechnet der Zwergstaat im Herzen Afrikas, wo pro Quadratkilometer mehr Menschen als in jedem anderen Land Afrikas leben, schürt in Grossbritannien die Hoffnung, als sicherer Drittstaat jene Migranten aufnehmen zu können, die den Ärmelkanal illegal überquert haben – und die Grossbritannien nicht haben will. Denn auch auf der britischen Insel wächst der Druck auf die konservative Regierung, künftig weit weniger Menschen als bislang aufzunehmen und die illegal Einger ...