Als ich 1986 zum ersten Mal in meinem Leben nach New York fuhr, war mir nicht klar, was für ein Risiko ich auf mich nahm. Man musste «streetssmart» sein, um zu überleben. Freunde brachten mir das Wichtigste bei. U-Bahn-Fahrten nach zehn Uhr abends waren eine Mutprobe, von der abgeraten wurde. Der Central Park war ab der 86. Strasse zu jeder Zeit «off limits». Fast jeder war schon auf offener Strasse «gemuggt», ausgeraubt, worden. Um die Räuber nicht unnötig in Rage zu treiben, sollte man immer 20 bis 40 Dollar bei sich haben, damit sie nicht vor Enttäuschung böse werden. Es gab, auch in «guten» Vierteln, «no-go areas», die man meiden sollte, die 56. Strasse in Manhattan etwa. ...