Er war ein grimmiger Kauz. Gefürchtet war sein Jähzorn, wenn er nur ein Jota von seinen Vorstellungen abweichen sollte. Sein Team nannte ihn ehrfürchtig «Tenno». Er verachtete den Militärwahn seines Landes, aber auf seinen Kaiser liess er nichts kommen. Für die heimische Filmbranche hatte er nur Spott übrig, Hollywood dagegen sah in ihm einen Orientierungsleuchtturm: Akira Kurosawa (1910–1998), Japans kompromissloser Filmgigant.
Seine Werke – etwa «Rashomon», das atemraubende Schattenwalddrama von vier Mordzeugen, die vier verschiedene Wahrheiten erzählen – dienten Hollywood als Vorlage für eigene Filme. Aus Kurosawas «Sieben Samurai» von 1954 wurden sechs Jahre später ...