In alten Zeiten, als die Winter noch Winter waren, die Sommer noch Sommer, alles ganz anders und jedenfalls besser, als das heisse Jahr 1949 einen grossen Bordeaux kochte, da war die Welt auch insofern noch in Ordnung, als es einen traditionellen Jazz und einen modernen gab. Die Fans des einen hatten mit denen des anderen nichts zu schaffen. Zum ersten Mal kam 1949 Charlie Parker, der Messias der jungen, wilden Bebopper, nach Europa, und wer von der Virtuosität und Intensität dieses Altsaxofons überwältigt war, der hielt Louis Armstrong nun für einen alten Sack. Den Onkel Tom von gestern. (Tatsächlich hatte ja Armstrongs Bühnenpräsenz etwas Anbiederndes, ein Restquantum zähneblecken ...