Natürlich ist sie selber schuld! Wer sich geringschätzt, kann nicht damit rechnen, von anderen geachtet zu werden. Nur logisch: Die Kunst, die sich immer noch Klein-Kunst nennt, hat im Jahrtausend der Superlative schlechte Karten.
Doch bereits die simple Arithmetik spricht für die Grösse der Klein-Kunst in diesem Land. Die Klein-Kunst-Veranstalter der Schweiz generieren jährlich mehr Zuschauer als jene der grossen subventionierten Kulturinstitute. Man geht davon aus, dass sich jedes Jahr rund 1,3 Millionen Schweizer von sogenannter Klein-Kunst unterhalten lassen, während zirka 1,1 Millionen die etablierten Häuser besuchen.
Obschon – und erst mit diesem Einwurf ergibt die Rechenkuns ...