Bücher
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Bücher

Medientipps

Bücher

Anhören ( 2 min ) 1.0× +
Bücher
Bücher
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Klimahebelder neuen Art

Hauke G. Bull:
Klima Intelligenz: Wie KI unsere Umwelt neu denkt – künstliche Intelligenz als Werkzeug für globale ökologische Transformation. Epubli, 232 S., Fr. 34.90

Statt nur Prozesse zu beschleunigen, kann die künstliche Intelligenz beim Klimaschutz und bei der Anpassung an neue Risiken ganz konkret Unterstützung leisten. Hauke G. Bull, Experte für Klimaforschung, zeigt in seinem Buch unter dem Titel «Wie KI unsere Umwelt neu denkt» auf, wo datengetriebene Systeme bereits heute Wirkung entfalten: bei Klimamodellen, beim Erkennen von Mustern in grossen Umweltdatensätzen, in der nachhaltigen Landwirtschaft oder in Frühwarnsystemen für Extremereignisse.

Bücher

Der Autor betont den Nutzen, ohne Technikgläubigkeit zu predigen: Entscheidend sei nicht der Algorithmus an sich, sondern dessen intelligente Einbettung in Forschung, Politik und Umsetzung. Dabei schlägt er die Brücke zwischen Technologie und Wirkung. In diesem Rahmen sieht er Chancen, dass künstliche Intelligenz zum entscheidenden Hebel einer ökologischen Transformation werden kann.

Gleichzeitig blendet das Buch die Schattenseiten nicht aus, als da etwa sind: hoher Energieverbrauch von Rechenzentren, Verzerrungen der Befunde durch schlechte Daten, Abhängigkeiten von Konzernen sowie ethische und gesellschaftliche Fragen. Wer konkrete Fallbeispiele und einen Kompass sucht, wie KI zur ökologischen Transformation beitragen kann, findet hier spannenden Lesestoff.

 

Warum Moral das Klima nicht rettet

Frauke Rostalski:
Wer soll was tun? Warum wir nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind und worin unsere Verantwortung eigentlich besteht. C. H. Beck, 213 S., Fr. 28.90

Wer soll was tun? Damit stellt die Rechtswissenschaftlerin Frauke Rostalski eine Frage, die in der Klimadebatte oft verdrängt wird: Wer trägt wirklich Verantwortung – der Einzelne oder der Staat? Ihre Antwort ist provozierend. Rostalski hält nichts von moralischen Appellen an Konsumenten. Ob jemand weniger fliege, weniger Auto fahre oder anders einkaufe, ändere am Klima praktisch nichts, so lange es keine wirksame politische Steuerung gebe. Selbstkasteiung ersetze keine Klimapolitik.

Stattdessen fordert Rostalski nüchternes Denken. Verantwortung, so ihr Kernargument, müsse dort liegen, wo Entscheidungen Wirkung entfalten: bei Regierungen, Parlamenten und internationalen Abkommen. Klimaschutz sei kein persönliches Tugendprojekt, sondern eine kollektive Aufgabe. Wer alles auf das Verhalten Einzelner abwälze, entlaste die Politik und beruhige das eigene Gewissen, ohne reale Probleme zu lösen.

Das Buch ist klug und frei von Alarmismus. Kritisch bleibt, dass Rostalski die gesellschaftliche Vorbildwirkung individuellen Handelns eher kleinredet. Ganz folgenlos ist persönliches Verhalten politisch nicht. Trotzdem überzeugt ihr zentraler Punkt: Ohne verbindliche Regeln bleibt Klimaschutz Symbolpolitik. Ein unbequemes Buch, das eine oft moralisierende Debatte auf den Boden der Realität zurückholt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.