Grosse Künstler erkennt man daran, dass sie die Geister scheiden. Bob Dylan scheidet sein Auditorium nicht nur in zwei, drei oder vier, sondern in sieben verschiedene Lager. Die sich wie folgt beschreiben lassen: Die einen laufen davon, wenn er zu singen anhebt. Die andern halten sich die Ohren zu, wenn er Mundharmonika spielt. Die dritten machen ein besorgtes Gesicht, wenn er zur E-Gitarre greift. Und die vierten strömen in die Raucherzone, wenn His Bobness seine Finger auf ein Piano oder eine Orgel legt.
Alles mit Grund: Bob Dylan singt seine Weisen auf eine Weise, an die sich die westliche Welt seit 1962, also flotte fünfundvierzig Jahre lang, noch nicht wirklich gewöhnt hat. Sein Ges ...