Wenn man morgens früh in die Frankfurter Bahnschächte steigt, trifft man dort fast ausschliesslich Ausländer. Man sieht ihnen nicht an, ob sie einen deutschen Pass haben. Sie sind nicht hier, um Jagd auf Rentner zu machen, sondern weil sie zur Arbeit gehen. Zu Opel nach Rüsselsheim oder zur Deutschen Bank. In der Früh erklingt in den Türmen der hessischen Finanzmetropole ein babylonischer Sprachwirrwarr, denn jetzt sind hier die Putzkolonnen unterwegs. Wenn die blauen Pulks der türkischen Fensterputzer sich später am Tag die metallbedampften Fensterscheiben der Büros vornehmen, bleiben Begegnungen mit deutschen Substituten nicht aus; doch man versteht einander kaum, denn für beide ...