Alle Jahre wieder versucht es einer. Nun hat der gefragte US-Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt sich der Aufgabe angenommen und eine Biografie William Shakespeares geschrieben, die unter dem Titel «Will in der Welt» gleichzeitig auch auf Deutsch erschienen ist. Shakespeares Leben, so viel wissen die meisten, ist zugleich das gewöhnlichste und das unwahrscheinlichste. Den Haken an der Sache formulierte bereits der deutsche Autor Friedrich Bodenstedt, Herausgeber einer Shakespeare-Werkausgabe, um 1870: «Noch heute gilt der Satz seines besten Kommentators, des trefflichen Steevens, welcher sagt: ‹Alles, was wir mit einiger Bestimmtheit über Shakespeare wissen, ist dieses: er war ...