An Weihnachten werden selbst Frohnaturen ernster. In der Musikbranche ist diese Angleichung beispielhaft auszumachen: Durch Schaumbäder aufgeweichte Popstars interpretieren ernstvoll «Leise rieselt der Schnee»; seriöse Opernsänger trompeten berauscht-fröhlich «Morgen kommt der Weihnachtsmann».
Die Deutsche Grammophon lässt ihre Stars von einst alljährlich im Advent aufleben, denn Weihnachten ist auch ein Fest des Sich-Erinnerns: So wird denn die Stimme der Königin der Nacht, wie sie eine Rita Streich verkörperte, zu einem wundersam brav singenden Engel, und die Sänger-Dreifaltigkeit Fritz Wunderlich, Hermann Prey und Dietrich Fischer-Dieskau füllt die Stuben wieder mit ihrem st ...