Bücher der Woche
Könnte Fiktion sein
Christian Kracht: Air. Kiepenheuer & Witsch. 224 S., Fr. 34.90
Ein nächster Kracht ist draussen. Wie gewohnt stürzen sich die Feuilletons darauf – der im Jahr 1966 geborene Bestsellerautor ist ein Lieblingskind der Kritiker. Und wie gewohnt muss sich Christian Kracht an den vergangenen Krachts messen lassen: Ist er schlechter geworden oder besser, oder erzählt er einfach so, wie man es von ihm gewohnt ist? «Air» existiert also vor allem als Vergleichsgegenstand. Allein: Muss man denn vergleichen? Nun, man tut es ja ständig. Peter Handke schrieb in einem Essay von dem «Elend und der Sucht», vergleichen zu müssen: «Und wie kommt es dazu, dass man, indem man vergleicht, zugleich auch jedes Mal bewerten will? Ist es nicht so, dass m ...

