Es gibt Fernsehauftritte fürs Erinnerungsalbum. Etwa jener von Bundesrat Moritz Leuenberger, als er die Vorgänge rund um die 1.-August-Feier auf dem Rütli einordnete: «Es ist beschämend, es ist ein Skandal. Auf der Wiege unserer Demokratie wurde undemokratisch vorgegangen. Der Redner wurde verhöhnt. Leute, die den Redner anhören wollten, wurden daran gehindert.»
Die Geschichte wiederholt sich. Aber immer als Farce. Als Student gehörte Leuenberger – nach seinen heutigen Kategorien – noch selber zu den «undemokratischen» Kräften. Auch er lief mit. Freilich in der zweiten Reihe. Wie alle, die später in der ersten Reihe sitzen (und vor allem sitzen bleiben) wollen. Auch er pöbe ...