Es gibt immer mehr EU-Bürger, aber immer weniger EU-Anhänger. 375 Millionen europäische Stimmberechtigte sind mittlerweile aufgerufen, ihre Vertreter ins EU-Parlament zu wählen – die grösste Demokratie nach Indien. Betrug die Stimmbeteiligung bei der ersten Direktwahl im Jahre 1979 noch 63 Prozent, ist sie seither regelmässig gesunken. Beim letzten Urnengang 2004 gingen noch 45 Prozent wählen, und diesmal wird ein noch tieferes Ergebnis befürchtet. In einzelnen osteuropäischen Ländern wie der Slowakei, die vor fünf Jahren mit grosser Begeisterung beigetreten waren, ginge kurz nach der Aufnahme weniger als ein Fünftel der Stimmberechtigten an die Euro-Urnen.
Das Erstaunliche, j ...