Seit Isang Yuns Tod vor sieben Jahren ist es um den koreanischen Komponisten, der den grössten Teil seines Lebens in Deutschland verbrachte, still geworden. Eine Stimme ist verstummt (oder wird jedenfalls kaum mehr gehört), die weltumspannend sein wollte. «Man kann meine Musik als östliche oder als westliche hören», sagte der Komponist, der eigentlich perfekt in den multikulturellen Trend von heute passt. Indes macht er es dem Hörer nicht einfach; das Übergreifende ist bei Isang Yun keine bequeme Mode, sondern bewusstes Arbeiten mit widerständigen Elementen.
Die Veröffentlichung der fünf Sinfonien, die als zyklische Einheit das reife Schaffen Yuns nach 1980 dokumentieren, kann uns ...