Die Schweiz hat sich bisher in der Krise gut geschlagen. Ob gewollt oder aus Versehen: Die Bundespolitik hielt sich zurück. Man verzichtete auf übertriebene Konjunkturprogramme. Die Gesamtverschuldung bleibt unter Kontrolle, die Neuverschuldung wird gering ausfallen. Grundsatzdebatten über die «Zukunft des Kapitalismus» blieben aus. Während in der Nachbarschaft die Gewerkschaften auf die Barrikaden steigen, bleibt in der Schweiz das meiste beim Alten. Dem Bundesrat gebührt das Verdienst, diese Entwicklung wenn auch nicht lanciert, so doch immerhin nicht verhindert zu haben.
Im Juni entscheidet die Regierung über ein drittes Konjunkturpaket. Falsche Entwicklungen zeichnen sich ab. Am ...