Alle schielen auf Quote, und die erzielt man am leichtesten mit Spektakel. Immer häufiger inszenieren sich auch die Kunst und ihre Institutionen im Scheinwerferlicht der Medien. Die einst so hehre Kunst ist vom Sockel gestiegen und muss sich in einem Alltag zurechtfinden, in dem Tagesaktualität und Publikumsgeschmack eine wesentliche Rolle spielen.
Vor diesem Hintergrund ist es nur logisch, dass auch die Grenzen zwischen Kunst und Mode verschwimmen. Was für die Textilindustrie Kampfhosen, Reizwäsche im Tarnlook, T-Shirts mit dem Anarchistenstern oder das Berliner Label Prada-Meinhof, das ist für die Kunst das Spiel mit zeitgeschichtlich belasteten Symbolen und die schnelle Adaption von ...