Nach der Plünderung des irakischen Nationalmuseums wird nicht nur über das Ausmass der Verluste und Zerstörungen gerätselt, sondern auch über Gründe und Motive, die zu diesem brachialen Überfall auf Tontafeln, Schmuck, Statuetten, Reliefs, Vasen und 9000 Jahre alte Nähnadeln führten. Nur die wahren Schuldigen scheinen ausgemacht: Zumindest für viele deutschsprachige und französische Kommentatoren sind letztlich die kulturlosen Besatzungsmächte und der gierige Kunsthandel dafür verantwortlich, dass der Menschheit Grundsteine der westlichen Zivilisation abhanden kamen.
Die Alliierten gingen offenbar davon aus, alle Iraker würden so freudig auf die Befreiung des Landes reagieren ...