In den sechziger Jahren verkam der berühmteste Roman von D. H. Lawrence (1885–1930), «Lady Chatterley’s ÂLover», zum Skandalroman: Er wurde erstmals in der ungekürzten Version bei Penguin Books veröffentlicht; darauf kam’s zum Prozess und zur Skandalisierung. Nun hat eine französisch-belgische Produktion den Roman (und zwar die milde Version von 1932; Lawrence verfasste drei) neu verfilmt – mit feministischer Betonung (Constance Chatterleys selbstbestimmte Affäre) oder ökologischer (noch nie war die Flora Teil einer ménage à trois)? Oder appelliert der Film an Nudisten-Herrlichkeit, angesichts von Constance und ihrem Jagdaufseher im brünstigen Wiesengrün bei strömendem ...