Karl-Heinz Funke? Längst vergessen. Reinhard Klimmt und Bodo Hombach? Auch sie vergessen. Nur Oskar Lafontaines Totalausstieg hat sich tief ins Gedächtnis gegraben. Wie er feixend auf der Terrasse seines Saarbrücker Hauses stand – das war ein Abgang mit Fortissimo. Rudolf Scharpings kalter Rausschmiss ist nichts dagegen. Das Ende einer an Peinlichkeiten nicht eben armen politischen Talfahrt, das schon. Aber kein Befreiungsschlag, wie dies Gerhard Schröder suggerieren möchte, und auch kein Abgrund an Schwäche, wie Herausforderer Edmund Stoiber behauptet.
Nein, Scharpings Rauswurf wird die Wahlen vom 22. September nicht entscheiden. Denn das Interesse des Publikums an Personalentschei ...