Sie ist die Frau für das neue Jahrtausend, Pipilotti Rist, die Künstlerin als Luftwurzel. Aus dem Durchzug der Moden baut sie ihre Welt, eine osmotische Zwerchfellatmung durch hochsensibles Gewebe. Das neueste Ergebnis der molekularen Evolution sind Farben, deren Namen noch zu erfinden sind: Rühr-mich-nicht-an-Rosa. Hab-mich-lieb-Gelb. Hörst-du-mein-Herz-rasen-Rot.
Das alles wissen wir, seit wir Bekanntschaft gemacht haben mit Pipilottis Alter Ego, Pepperminta, der Titelfigur in Rists erstem und gleichnamigem Spielfilm. Pepperminta ist die verspielte Antwort der Künstlerin auf den «Bad-Girl-Feminismus», eine parafeministische Behauptung, die sich die Lust und den Genuss und die Lebens ...