Das Gebäude sah aus wie ein Bunker. Wie eine Festung. Wie ein Gefängnis. Natürlich, es gab hier keinen Stacheldraht und keinen Wachtturm wie in dem Lager, in dem er in Spanien interniert gewesen war, und trotzdem . . . Im Vergleich zu diesem Betonklotz kam ihm das in der Erinnerung vor wie ein Urlaubsort.
Er hatte lang hin und her überlegt und war schliesslich doch nach Kreuzlingen gefahren. Der Mann, der mit ihm in diesem Krankenhauszimmer gewesen war, hatte ihm das geraten, und das war ein Journalist, der musste sich auskennen.
«Stell einen Asylantrag», hatte er gesagt. Und das konnte man – ausser am Flughafen in Zürich – nur in Chiasso, in Vallorbe, in Basel und eben hier in ...