Ihre Namen klingen wie Weihrauch in Worten: «Unsere Liebe Frau vom Guten Rat», «St. Theresia vom Kinde Jesu», «Hüterin des Glaubens» – 27 Kirchen und Kapellen der Pius-Bruderschaft überziehen die Schweiz. Dort wird sie noch zelebriert, die «alte» Messe. Auf Latein. Der Priester mit dem Rücken zu den Gläubigen. Die Kommunion wird kniend empfangen, direkt in den geöffneten Mund. So wollen es die Pius-Brüder auch nach 1965 halten, nach dem Verbot der 400 Jahre gültigen Tridentinischen Messe.
Es ist halb sieben Uhr morgens. Der Weg führt von Luzern hinauf nach Littau. Links lockt in roten Leuchtbuchstaben das «Red Rose», ein Name, der mehr nach verschüttetem Champagner und ...