Der Zusammenbruch von Imperien hinterlässt Räume, in denen Kriege in hohem Masse wahrscheinlich sind. Nationale, ethnische und religiöse Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Obendrein mischt die einstige imperiale Macht, wenn sie nicht völlig von der politischen Bühne verschwunden ist, in diesen Konflikten verdeckt oder offen mit. Gleichzeitig tauchen neue Ordnungsmächte auf und bieten den rivalisierenden Gruppierungen ihre Unterstützung an.
Beispiele dafür sind der Balkan und der Kaukasus. Eigenständige Staatlichkeit hat sich hier erst spät herausgebildet; dementsprechend schwach und fragil ist sie geblieben. So war der Balkan über Jahrhunderte ein Zankapfel zwischen de ...