War da mal was? Gab es nicht in längst vergangenen Zeiten eine freche und rebellische Jugend, die mit provokanten Filmen Opas Kino das Fürchten lehrte? Die genug hatte von der Leinwand als wohltemperiertem Revier mit ihrer gemütlichen Nest- und Stallwärme und ihrem behäbigen Personal? Und deshalb die Bilder stürmte? Oder war die «neue Welle» nur eine Marotte?
So muss es wohl sein. Denn seit einiger Zeit lautet die Devise: Blick zurück, aber bitte ohne Zorn. Zitronensaure Realität gehört nicht in die Lichtspielwelt. Nur die Süsse des Gemüts hat Chancen, vom Publikum goutiert zu werden – auch in der Schweiz. Ausgerechnet während der Solothurner Filmtage, der einstigen Brutstät ...