Es gibt, beim Wein wie überall, die Puristen, die unbedenklichen Allesfresser und die zweifelhaften Ja-aber-zwar-und-dennoch-Typen. Zu letzterer Spezies muss ich mich zählen, nicht immer zu meinem Vergnügen. Etwa wenn es um Fragen der Ökologie geht. So halte ich Think global, drink local für eine vernünftige Devise, würde mir aber einige argentinische oder neuseeländische Weine nie verbieten oder einen Pinot noir aus Oregon. Zur Konsequenz fehlt mir Charakterstärke oder Sturheit. «Im Prinzip» finde ich es ja Schwachsinn, Weine aus Australien zu trinken. Entweder sie gehören in die Kategorie Konfitüre aus dem Supermarkt, oder sie sind Ikonen, die ich mir nicht leisten kann. Nur g ...