Kult des Dilettantismus
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Kult des Dilettantismus
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Kult des Dilettantismus

Die vor hundert Jahren in Zürich begründete Dada-Bewegung befreite die Kunst vom Können. Ist das ein Grund zum Feiern?
Alle paar Monate sorgt eine so oder ähnlich klingende Schlagzeile für Heiterkeit: «Putzfrau entsorgt versehentlich Kunstwerk». Zuletzt unterlief ein solches Missgeschick ­einer Reinigungskraft in Mannheim, sie hielt eine Skulptur zur Flüchtlingskrise für Abfall. Auch Werke namhafter Künstler waren schon von Putzaktionen betroffen, zum Beispiel Skulpturen von Joseph Beuys und Martin Kippenberger – mit äusserst kostspieligen Folgen. Niemand kann den eifrigen Raumpflegerinnen ein solches Malheur übelnehmen: Oft ist zeitgenössische Kunst tatsächlich nicht von Abfall zu unterscheiden. Und das ist zu einem wesentlichen Teil eine Hinterlassenschaft der Dada-Bewegung, die vor hundert J ...
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