Wenn die Fussballstadien die Kathedralen der Gegenwart sind, dann war es nur konsequent, den toten Robert Enke auf dem Rasen seines Klubs Hannover 96 aufzubahren. Wenige Tage zuvor hatte sich der deutsche Nationaltorhüter vor den Zug geworfen. Diagnose: Depression.
An einer der grössten Trauerfeiern seit Adenauers Tod gab sich die Fussballprominenz von Franz Beckenbauer bis Bundestrainer Joachim Löw die Ehre. Gleichzeitig füllten 40 000 Menschen das Stadion, die hier normalerweise ihre Mannschaft zum Sieg brüllen. Eine deutsche Tageszeitung rechnete nach: In vier der sechs Heimspiele hätten die Hannoveraner nicht so viele Zuschauer gehabt. Der Selbstmörder Robert Enke sorgt für Quo ...