Höchste Zeit, wieder einmal grundsätzlich zu werden. Beim Stichwort «Kultur» denken ja viele, gerade Junge, an fensterlose Orte wie das Schauspielhaus, das Opernhaus, das Kunsthaus, an «das Gute, das Schöne, das Wahre», und dann fühlen sie sich gleich ganz anders, weil sie selber nämlich weder gut noch schön, noch wahr sind. Klar ist Kultur auch erbaulich, aber um zu erbauen, muss man ja meist etwas anderes niederreissen oder zumindest mit einem tiefen, hässlichen Loch beginnen. Schon das Wort «Kultur» stammt bekanntlich von Ackerbau, und um etwas anzupflanzen, muss man erst roden und umpflügen, bevor man ans Säen denken kann.
Kultur, da mögen Ordnungshüter und Moralapostel ...