Wenn ein Bürger sich hinsetzt, seinen Unmut zu Papier bringt und dies einer Zeitung zukommen lässt, heisst das schlichte Endprodukt «Leserbrief». Wenn freilich ein paar Schriftsteller und Schauspieler ihr dünnes Stimmchen erheben und im Feuilleton des Sonntagsblicks (jawohl, so was gibt es) protestieren, wird gestelzt von einem «Manifest» gesprochen. Jetzt ist es raus: 700 Schweizer Kulturschaffende lehnen das neue Asylgesetz ab. Darunter die unvermeidlichen Viktor Giacobbo und Patrick Frey – und das zum «Schriftsteller» mutierte 68er Fossil Franz Hohler.
«Die Schweiz leidet an vorzeitigen Versöhnungen, was, genau gesehen, nichts anderes ist als Oberflächlichkeit», schrieb der ...