Der Zustand der Schweizer Grossbanken wird meist auf die Auswirkungen der Finanzkrise reduziert, auf die Subprime-Papiere aus dem US-Immobiliengeschäft sowie die Frage von Salären und Boni. Das ist eine sehr isolierte Betrachtungsweise. Die Frage ist, ob nicht auch ganz andere Elemente diese Entwicklung zumindest begünstigt haben. Dabei steht ein gewisser Kulturbruch im Vordergrund.
Blendet man die jüngsten Ereignisse aus, so ist die Geschichte der Schweizer Banken während der letzten sechzig Jahre eine erfolgreiche. Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es bis Ende der sechziger Jahre, bis das Bankgeschäft in Fahrt kam. Im internationalen Vergleich blieben die Grossbanken Zwerge. Bis in ...