Walter Züst - Der historische Roman «Nervenfieber» vom Ausserrhoder Walter Züst, soeben (im Appenzeller Verlag) erschienen, besticht als politische Parabel; vorgeführt wird sozusagen die Dialektik des Liberalismus, der sich, wo er die Freiheitlichkeit allzu schematisch betreibt, in den Dogmatismus verkehren kann. Die Geschichte spielt in den Jahren um die Geburt des Bundesstaates 1848, den die Radikalen entscheidend prägten; der Name jener Gründerbewegung passt perfekt auch zu dem – eben: radikalen – Temperament ihres glühenden Parteigängers Jakob Hohl. Dieser, keine erfundene, sondern eine reale Figur, dessen Tagebuch-Annotate in den Roman einfliessen, legt sich im Appenzeller ...