Petr Ginz - Dass man jetzt das «Prager Tagebuch» des in Auschwitz ermordeten jüdischen Knaben Petr Ginz lesen kann, hat kurioserweise mit der US-Raumfähre «Columbia» zu tun. Als sie 2003 im Weltall auseinander brach, kam der israelische Astronaut Ilan Ramon ums Leben; er, der Sohn einer KZ-Überlebenden, hatte aus der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eine Ginz-Zeichnung mit in den Orbit genommen, die eine Mondlandschaft zeigt. Durch dieses Ereignis gelangte Ginz’ Name so nebenbei in die Öffentlichkeit, und Tschechien gab eine Briefmarke mit seinem Bild heraus. Was wiederum einen Prager Hausbesitzer wachrüttelte, der auf seinem Dachboden vor langem die Ginz-Tagebücher von 1941/42 ...