Überblickt man die Frontstellung rund um die Halbierungsinitiative, wird deutlich: Das ist längst kein normaler Abstimmungskampf mehr – das ist ein Kulturkampf, so etwas wie ein helvetischer Trump-Moment. Durch das durchaus nachvollziehbare Anliegen, die Gebühren für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) von weltrekordhohen 335 Franken pro Haushalt auf immer noch sehr hohe 200 Franken zu reduzieren und die Unternehmen, die ja als juristische Personen schlecht Fernsehen schauen und Radio hören können, von der Doppelbelastung von bis zu 50.000 Franken zu befreien, fühlt sich die tonangebende Elite offensichtlich bis aufs Blut herausgefordert.
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