Joëlle Huser wurde immer unruhiger. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, bis der Kinderarzt endlich die Röntgenbilder ausgewertet hatte und zu ihr und ihrer zehnjährigen Tochter Nadja zurückkehrte. Mit versteinerter Miene forderte er sie auf, die Notfallabteilung des Zürcher Kinderspitals aufzusuchen: «Jetzt! Sofort!» Er habe alles aufgeschrieben, was die diensthabenden Kollegen wissen müssten, sagte er, überreichte der Mutter ein Kuvert und verabschiedete sich.
Im Kinderspital warteten bereits zwei Ärzte auf sie. Nadja wurde ein zweites Mal an diesem Samstagmorgen geröntgt. Wenig später eröffnete der Oberarzt Joëlle Huser, dass ihre Tochter einen faustgrossen Tumor auf der Luftr ...