Kurt Imhof (1956–2015) — «Gehen wir wieder mal was trinken?», fragte er, als wir uns das letzte Mal sahen, nach meiner Kritik am Manifest seines Club Helvétique. Wir pflegten uns früher auf Medienblogs zu fetzen; einmal spottete ich so über die sprachlichen Mängel einer Studie für das Bundesamt für Kommunikation, dass er eine zweite, verbesserte Fassung nachreichte. Dann lud er mich zum Essen ein: Er wollte auch verstehen, wie die Gegner tickten. Der allgegenwärtige Medienprofessor des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung konnte nerven: wenn er als Experte für alles den gestressten Journalisten die Schlagzeilen lieferte. Wenn er mit seinem Jahrbuch zu ...