Als wir uns vor einigen Monaten zuletzt sahen, war er voller Pläne. Salzburg und Wien lockten ihn mit neuen Vorträgen. Sein Talent, sich in die Kompositionen einzufühlen, aus der Fülle seines Wissens Einsichten zu gewinnen, Vergleiche zu ziehen – und all das in charmant wienerischer Verbindlichkeit – und zugleich prägnant und pointiert mitteilen zu können, das machte den unverwechselbaren Eigenklang seiner Persönlichkeit aus. Aber er war noch mehr als ein rhetorisch brillanter Interpret, er war kreativer Musiker, Pädagoge und Autor der Musikgeschichte aus vier Jahrhunderten. Wie ein Magnet wirkte er auf seine Gemeinde – und wollte doch nur der Musik dienen im Sinne Goethes: «W ...