Die Werte des Hip-Hops stünden mehr oder weniger unverrückbar fest, schreibt Nelson George, der beste Experte auf dem Gebiet, in seinem Buch «XXX – Drei Jahrzehnte HipHop». Es seien dies: eine rebellische Einstellung, Identifikation mit der Strasse, Materialismus und Aggression.
Folgt man dieser Definition, sind hiesige Hip-Hopper kaum mehr als solche zu bezeichnen. Die Schweizer Varietät des Rap-Künstlers zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich mühelos domestizieren lässt. Sie verhält sich geradezu staatstragend, das Gegenteil von Rebellion. Statt mit der Strasse identifizieren sich eidgenössische Rapper mit Bundesämtern, Arbeitgebern und wohlmeinenden Stiftungen. Statt aggr ...