Es ist hart – so, so hart im Showgeschäft», singt Jan Delay, etwas leidend. Da fragt man sich: Muss er denn? Hat er doch eine Indie-Karriere als Rapper ganz gut hingekriegt und auch schon ein Jahrzehnte überdauerndes, berührendes Lied über Hamburg gemacht. Sich aber jetzt mit den «richtigen» Mitteln an die «richtige» Soulmusik zu wagen, ist kein Risiko. Sondern eine Falle. Reicht denn, mit Verlaub, Jans Froschstimme für den ganz grossen, unironischen Motown-Auftritt unter Disco-Kugeln? Schafft er den Moonwalk, den Superfunk, den schweissüberströmten Zusammenbruch? Klar nicht. Aber so ’n bisschen doch, haha. Weil’s eben sonst niemand macht, in deutschen Landen. Dinge wie das ...