Eva Lia Wyss – Mein erster Liebesbrief war eigentlich ein Liebespaket. Es bestand aus einem Riesenbeutel Sugus und einigen unbeholfenen Worten, ungefähr so originell wie die farbigen Papierchen, in welche die Fruchtbonbons verpackt waren. Es erstaunt mich deshalb nicht, dass er in dem Buch der gesammelten Schweizer Liebesbriefe von Eva Lia Wyss fehlt. Die Zürcher Sprachwissenschaftlerin begann schon vor Jahren mit dem Aufbau eines Liebesbriefarchivs, das inzwischen 6000 Exemplare umfasst, vom Liebesbrief eines Postbeamten von 1910 bis zu heutigen Online-Flirts. Beruhigt entnehme ich dem Band, dass auch andere beim brieflichen Werben um den Schulschatz über Floskeln und Dürftigkeiten ni ...